Hersteller: MIX & Genest Berlin
Hergestellt in der Zeit von 1895 bis 1900.
Hersteller: MIX & Genest Berlin
mit original preußischem Reichsadler
OB-Standardmodell für die Deutsche Reichspost mit preußischem Reichsadler ab 1905.
Den Reichsadler gibt es auch als Aufkleber. Es ist also immer Vorsicht geboten, wenn der Adler zu gut erhalten ist.
Tischfernsprecher für ZB-Betrieb im Blechgehäuse
Tischfernsprecher für ZB-Betrieb im Blechgehäuse. Eine Weiterentwicklung des Modells ZB 06.
Dieser Apparat wurde urspünglich ohne Nummernschalter produziert. Später umgebaut für den Wählbetrieb.
Hergestellt von der Firma Siemens für Wandgeräte.
Besonderheit: Dieser Hörer ist noch in seiner Original-Verpackung und wurde nie benutzt.
von Siemens & Halske auch Schlagring-Apparate genannt
Die Bezeichnung „ZB/SA“ besagt, dass der Apparat den Strom für sein Kohlemikrofon von einer Zentralbatterie über das Telefonnetz bezog. Im Gegensatz zu den Ortsbatterie-Geräten (OB) war keine Batterie beim Teilnehmer und kein Kurbeln zur Rufspannungserzeugung mehr nötig.
Dank des Nummernschalters (Wählscheibe) war der Apparat für den Selbstwählbetrieb, also für die automatische Gesprächsvermittlung geeignet. Der Teilnehmer musste nur die Rufnummer wählen und wurde automatisch mit seinem gewünschten Gesprächspartner verbunden, so wie es prinzipiell heute noch üblich ist.
Fernverbindungen mussten weiterhin von Hand vermittelt werden. Der Ausbau des Selbstwählnetzes in Deutschland zog sich bedingt durch Wirtschaftskrisen und Kriege lange hin. Die letzte handbetriebene Ortsvermittlungsstelle in der Bundesrepublik Deutschland wurde 1966 außer Betrieb genommen.
Korpus stammt ZB/SA 19 mit Glockenschalen außen
Der ZB/SA 24 (Fernsprecher mit Zentralbatterie-Betrieb/Selbstanschluss-Betrieb, Modell 24) war ein von Siemens & Halske entwickelter und 1924 von der Deutschen Reichspost als Standardapparat und Vorläufer des W28 in Betrieb genommener Telefonapparat.
„SA 24“/„W24“ war die später übliche Postbezeichnung für Selbstwählfernsprecher (Wählfernsprecher mit dem Einführungsjahr 1924). Vorgängermodell war der kurz nach dem 1. Weltkrieg eingeführte optisch ähnliche etwas größere ZB/SA 19.
Bei diesem Modell handelt es sich um einen Rückfragefernsprecher. Der Korpus stammt ZB/SA 19 mit seinen außenliegenden Glockenschalen.
Der direkte Vorgänger war das Modell 26
Der Tischfernsprecher W28 (Wählfernsprecher 1928), ein Klassiker unter den Fernsprechapparaten. Das Gerät wurde ab 1925 von Siemens & Halske entwickelt und ab 1928 von verschiedenen Herstellern für die Deutsche Reichspost produziert.
Er löste den bisherigen Selbstwählfernsprecher ZB/SA 24 als Standardgerät der Reichspost ab. Der W28 ist einer der ersten modernen Tisch-Fernsprecher in kompakter Bauweise. Dieses recht kleine Gehäuse hatte aber auch Nachteile bei einer Reparatur: Die meisten Bauteile befinden sich auf engem Raum im Gehäuseunterteil und nicht wie bisher üblich auf der Bodenplatte und waren deswegen zum Leidwesen der Techniker schwer zugänglich.
von Fuld
Anders als sein Vorgänger der Climax wurde der "deutsche Fernsprechapparat" über viele Jahre produziert. Später wurde er auch unter dem Namen "Frankfurter" angeboten.
Mit der Namenswahl "der Deutsche Fernsprechapparat" wollte man wohl patriotische Gefühle wecken, vieleicht auch mit ein Grund für seine marktbeherrschende Stellung.
Dei Inbegriff des "alten Telefons"
Der Tischfernsprecher W48 (Wählfernsprecher 1948) war – nach dem von der Firma SABA nur kurz produzierten W46 – das zweite deutsche Nachkriegstelefon, das 1948 für die Deutsche Post in den westlichen Besatzungszonen (ab 1950 Deutsche Bundespost) entwickelt und in sehr großen Stückzahlen gefertigt wurde.
Wie auch bei den Vorgängermodellen Modell 36 und dem W38 war Siemens & Halske maßgeblich an seiner Konstruktion beteiligt. Der W48 ist heute für viele Sammler und Liebhaber zum Klassiker unter den deutschen Fernsprechern und zum Inbegriff des „alten Telefons“ geworden.
Die Kunststoffe der elfenbeinfarbenen Apparate waren nicht sehr lichtbeständig und darüber hinaus bruchempfindlicher, weshalb heute viele Apparate dieser Farbe beschädigt oder fast schneeweiß ausgeblichen sind. Die Herstellung von elfenbeinfarbenem Duroplast war aufwändiger und teurer. Sie wurden von der Bundespost nur gegen einen Aufpreis bereitgestellt und waren ehr in Anwaltskanzleien, Arztpraxen oder Hotels zu finden.
Der Inbegriff des "alten Telefons"
zur Illustration geöffnet
Dieser W48 wurde zur Illustration bei Lehrgängen eingesetzt. Er ist voll funktionfähig und man kann sehr schön erkennen, wie die mechanischen Komponenten ineinander greifen.
Angelehnt an die bereits seit den 30iger Jahren für Vermittlungstische
Angelehnt an die bereits seit den 30iger Jahren für Vermittlungstische eingesetzten Nummernschalter mit geradlinigem Aufzug. Dadurch sollte eine ergonomisch günstigere Handhabung ermöglicht werden. Die Produktion wurde schon nach zwei Jahren bereits wieder eingestellt, da sich häufig Probleme bei der Wahl - Falschwahl - ergaben.
Dieser Apparat wurde in den Farben schwarz, elfenbein, grün und rot produziert.
Fernsprechtischapparat aus den 70er Jahren
Fernsprechtischapparat, abgekürzt FeTAp, war die Bezeichnung der Deutschen Bundespost für Telefone in der Zeit von 1961 bis in die 70er Jahre. Der Fernsprechtischapparat 611 löste seit 1963 den Tischfernsprecher W48 immer mehr ab. Er war eine völlige Neukonstruktion – kompakter, handlicher und leichter.
Kein Bauteil stammte von früheren Apparaten, Sprech- und Hörkapsel, Nummernschalter und Gummifüße sind jedoch austauschbar mit Vorgängermodellen. Aber er besaß optisch ein Vorbild: Das Ende der 1950er-Jahre von der Firma Standard Elektrik Lorenz konstruierte Modell „Assistent“, das rein für Nebenstellen entwickelt worden war und sich aufgrund der Bruchempfindlichkeit der ersten Kunststoffe nicht durchsetzen konnte. Im Gegensatz zu dem 611 verfügte der Assistent über eine eingelegte Kabelform. Es fehlte auch die Griffmulde hinter dem Hörer.
Bei dem Tischapparat 611 handelte es sich um das erste komplett wartungsfreie Modell.
In der Farbe gelb gab es den 611er nur in einer sehr geringen Auflage. Die meisten 611er in postgelb sind nachträglich lackiert worden (wie auch dieser hier).



